Zeiteffizientes Web Design durch WordPress Themes

Einer der vielen Web Design Trends in den letzten Jahren, der sich bis heute hält, sind die Design Templates. WordPress lebt in seiner Orientierung an die schnelle Erstellung von einfachen Websites und Blogs stark von seinen Themes und Templates. Neben vielen kostenlosen WordPress-Themes, die für Einsteiger und low-Budget-Projekte durchaus Ihre Daseinsberechtigung haben, gibt es eine schier unendliche Anzahl an Premium-Wordpress-Themes. Doch wie findet man das perfekte WordPress Theme für das eigene Projekt?

Kriterien für die Qualität von WordPress Themes

Mein Hauptaugenmerk gilt hierbei vor allem den Premium WordPress Themes, die euch Geld kosten. Hier solltet ihr euch die Themes vorher ganz besonders genau anschauen, um später nicht enttäuscht zu werden. Die Kriterien hierfür sind vielfältig und auch bei vielen Projekten unterschiedlich. Grundlegend können wir aber durchaus folgende Kernkriterien festmachen.

Vielseitigkeit

Die Anpassbarkeit des Themes und damit die Möglichkeit, vielseitige Wege mit dem Theme zu gehen, ist meiner Meinung nach das Hauptkriterium. Themes bringen immerhin ein großes Problem des Design-Trends der Templates mit sich: Langeweile. Viele Webseiten sehen zunehmend ähnlich und einheitlich aus.

Wir wollen kein langweiliges Web Design erzielen, sondern unseren eigenen Stempel aufdrücken, auch wenn wir an Templates gebunden sind.

Hier gilt es vorab in Theme Demos zu überprüfen, wie viele unterschiedliche Layouts, Menüs, Komponenten, wie z.B. Akkordeons, Slider etc. möglich sind. Umso mehr Demos für verschiedene Layoutstrukturen und Anwendungsmöglichkeiten es gibt, desto besser. Achtet dabei aber unbedingt auf das nächste Kriterium.

Schnelligkeit & Struktur

Viele Themes präsentieren sich mit einem großen Wow-Effekt in ihren Demos. Alles sieht super aus und das Theme kann tausende verschiedene Funktionen und Layouts bereitstellen, die man einfach übernehmen könnte. In Wirklichkeit sind solche Themes oftmals total überfrachtet und überladen. Das hat zur Folge, dass die Websites mit solchen Themes insgesamt oft langsamer sind, als sie es mit vergleichbaren Themes gewesen wären. Viele verworrene Skripte und Verstrickungen im Code liegen hier leider oft im Hintergrund und machen uns das Leben schwer.

Achtet hierbei also unbedingt darauf, wie schnell und flüssig diese Theme-Demos funktionieren. Verwendet dabei auch alle gängigen Browser, also Chrome, Firefox, Safari und Edge (auch den Internet Explorer, falls ihr crazy drauf seid). Wenn ihr hier Probleme wie Ruckeln, fehlerhafte Darstellungen etc. feststellt, ab zum nächsten Theme. Testet die Demos auch auf dem Smartphone!

Usability & Effizienz

Die Handhabbarkeit ist leider etwas, das man erst am eigenen Leib erfahren kann, wenn das Theme schon gekauft und installiert wurde. Jedes Theme präsentiert sich im Backend auf unterschiedliche Weise. Theme-Options sind so gut wie immer an einer anderen Stelle zu finden oder einfach im WordPress Customizer integriert. Mitgelieferte Plugin-Pakete mit vielen Premium-Plugins variieren ebenfalls: die meisten Premium-Themes bieten hier Backend-Editoren, Slider-Plugins und e-Commerce-Lösungen an. Diese sind dann meist völlig kostenfrei dabei und können frei verwendet werden.

Zudem bieten viele Themes die Möglichkeit, mit einem Backend-Editor oder mit einem Frontend-Editor zu arbeiten. Für Anfänger würde ich tatsächlich einen Frontend-Editor empfehlen, da dieser direkt die Seite zeigt, die man bearbeitet. Der Backend-Editor zeigt die Struktur der Website im Backend von WordPress. Auf lange Sicht empfiehlt es sich jedoch, sich mit dem Backend-Editor anzufreunden, da nicht alle Themes einen Frontend-Editor mitbringen.

Effizient sind WordPress-Themes immer dann, wenn sie euch Arbeit abnehmen können. Beispiel hierfür sind Content-Elemente, die ihr auf verschiedene Stellen automatisch einfügen lassen könnt. Das macht vor allem bei Blogeinträgen und Portfolio-Präsentationen Sinn, oder beim Footer. Diese Content-Elemente müsst ihr somit nur ein Mal abändern, um den entsprechenden Bereich an allen Stellen, wo dieses Element vorkommt, zu ändern. Die Alternative ist grauenhaft: Jeden einzelnen Blog-Post nochmal öffnen und die Stelle jedes Mal bearbeiten? Nein danke.

Support & Dokumentation

Das „Premium“ bei Premium WordPress-Themes steht in den meisten Fällen dafür, dass ein überraschend guter Support dahintersteht. Dieser Support ist normalerweise für sechs bis zwölf Monate beim Kauf des jeweiligen Themes inbegriffen. Wenn ihr mal gar nichtmehr weiterkommt, Fehler habt oder Kompatibilitätsprobleme mit anderen WordPress-Plugins, dann könnt ihr euch an diesen Support wenden und bekommt meistens zeitnah eine Antwort, die weiterhilft.

So ist zumindest meine Erfahrung bisher. Es gibt sicher auch Themes, die keinen guten Support mitbringen. Hier hilft es, sich nach einer Dokumentation umzuschauen. Ich weiß, niemand will Gebrauchsanweisungen lesen, aber bei WordPress-Themes kann man diese gut mal gebrauchen!

Cheat-Sheet: Tipps & Tricks für die Auswahl von WordPress-Themes

01

WordPress als Lösung prüfen

Bevor ihr überhaupt anfangt euch mit WordPress Themes zu beschäftigen, solltet ihr euch erstmal sicher sein, dass WordPress das richtige Content-Management-System für euer Web Design Projekt ist. Hier erfahrt ihr mehr zu WordPress!

02

Konzept erstellen

Das allerwichtigste beim Umgang mit WordPress-Themes ist, dass ihr euch vorher schon ein Konzept erstellt habt, was die Website alles können muss und wie sie ungefähr aussehen soll. Dadurch könnt ihr Theme-Demos nach all den Features abklappern, die ihr unbedingt braucht. Hier findet ihr Hilfe bei der Konzeption eures Web Design Projekts!

03

Theme-Demos anschauen

Bei Plattformen wie Themeforest könnt ihr euch viele WordPress-Themes einfach per Demo anschauen. Diese Demos simulieren die Umsetzung von Webseiten mit dem jeweiligen Theme und bieten oftmals auch verschiedene Beispiele in sehr unterschiedlichen Bereichen an, wie zum Beispiel Websites für Fitness-Studios oder Immobilienmakler. Sucht zunächst nach Layout-Designs, die zu eurem Konzept passen, ohne dass ihr viel Arbeit in die Umprogrammierung der Themes stecken müsst. Es ist sehr aufwändig (vor allem als Designer ohne PHP- und Javascript-Kenntnisse) Themes großartig zu programmieren. Umgeht das einfach, indem ihr euch ein Theme raussucht, das alles genau so löst, wie ihr es sowieso haben wollt. Schließlich ist das auch der Sinn, WordPress überhaupt zu verwenden: Zeiteffizienz.

04

Technik der Themes prüfen

Wie bereits erwähnt, wollen sich alle Themes natürlich durch den genialen Wow-Effekt verkaufen. Prüft hier die Performance der Demos hinsichtlich der Funktionalität und responsiven Umsetzung. Gefällt euch ein Themes sehr gut, dann prüft zunächst die Demo auf allen möglichen Browsern auf Desktop und Smartphone, um sicherzugehen, dass alles richtig gut aussieht und funktioniert.

05

Erfahrungswerte einholen und Aktualität prüfen

Auf den Plattformen wie Themeforest findet ihr eine Bewertungsrubrik zu jedem Theme. Achtet hierbei auf beliebte Themes und lest auch die Kommentare in den Bewertungen durch! Hier könnt ihr auf Probleme anderer Leute stoßen, die auch mal wichtige Kernfeatures eurer Website betreffen könnten. Wenn das der Fall sein sollte, schaut, ob es dafür schon eine Lösung gibt oder schaut nach anderen Themes.

Zudem solltet ihr unbedingt recherchieren, ob das Theme regelmäßige Updates erhält – ein veraltetes Theme kann große Sicherheitsrisiken mit sich bringen!

06

Konzeptgrafiken erstellen

Vergewissert euch, dass euer Grafik Design gut mit dem angepeilten WordPress-Theme funktioniert. Erstellt dazu in XD oder Photoshop ein Mockup für euer Webprojekt. Baut euer Theme der Wahl grafisch nach und fügt Farben, Bilder und Schriftschnitte so ein, wie ihr euch das vorstellt. Es kann gut sein, dass es im Endeffekt nicht so schön aussieht, wie man sich das zunächst vorgestellt hat.

Falls ihr hierbei an einem Kundenprojekt arbeitet, könnt ihr diese Mockups für mehrere Themes erstellen, um euren Kunden eine großartige Auswahl bieten zu können. Ihr könnt diesen Schritt auch zu einem Web Design Prototyp ausbauen, mehr dazu könnt ihr in diesem Artikel erfahren.

07

Installation & Umsetzung

Wenn eure Mockups für euer Webprojekt gut mit dem Theme harmonieren und eine endgültige Entscheidung für ein Theme gefallen ist, kann es losgehen! Nach der Installation könnt ihr euch leider erst das Bild über die Usability machen. Meiner Erfahrung nach geben euch fast alle Themes die Möglichkeit, grundlegende CSS-Regeln wie Farben, Schriften usw. zu verändern. Das gleiche gilt für das Branding, also Logos und Favicons. Qualitativ hochwertige Themes geben euch zudem die Möglichkeit, alle Elemente einzeln zu verändern. Aber falls das nicht der Fall ist, könnt ihr auch in allen Fällen zusätzliche CSS-Regeln selbst ergänzen und überschreiben.

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